"Meine Zeit steht in deinen Händen." (Psalm 31, 16)

Kirchen

Die Kirche St. Wolfgang zu Glashütte

Um 1490 wurde in der Gegend des Zusammenflusses von Prießnitzbach und Müglitz Silber gefunden. 1495 wurde der Ort „Glashütt“ erstmals erwähnt und erhielt 1506 Stadtrecht. Damals gehörte Glashütte zur Kirche in Johnsbach. Im Jahre 1521 wird mit dem Kirchbau auf einem Grundstück begonnen, welches Herzog Georg der Bärtige erworben hatte. 1535 wird die Kirche St. Wolfgang geweiht. In den Jahren 2007 bis 2010 konnte Kirche umfassend saniert werden.


Die Kirche zu Reinhardtsgrimma

Der Grundstein für die Kirche von Reinhardtsgrimma wurde um 1200 gelegt. Durch Umbauten bis etwa 1550 erhielt die Kirche ihre heutige Größe. Ab 1742 wurde das Kirchenschiff im Stil des Barock umgestaltet. Der Chor mit dem Renaissancealtar und dem spätgotischen Sterngewölbe erhielt seine Form um 1600. Im Jahre 1730 erhielt die Kirche vom „Königlich Polnischen und Kurfürstlich Sächsischen Hof- und Landorgelbauer“ Gottfried Silbermann (1683-1753) die Orgel.


Die Kirche in Dittersdorf

Die Dittersdorfer Kirche wird 1376 erstmals erwähnt. Der einschiffige Bau ist von einem breiten Dach bedeckt, auf dem ein schieferverkleideter Dachreiter mit einer Wetterfahne und dem Zeichen R.v.B. 1779 (Rudolph von Bünau) sitzt. Das Innere der Kirche schmücken Malereien in bäuerlicher Art. Drei Zahlen deuten an der Holzdecke auf Baujahre hin, 1553 vergrößerte man die Kirche, 1623 wurde sie nochmals erweitert und 1931 erneuert.


Die Kirche zu Bärenstein

Auszüge aus der Geschichte der Stadt Bärenstein und der Kirche
Besuchen sie Bärenstein (1.060 Einwohner) in mittlerer Höhe von 500 Metern im Osterzgebirge gelegen, geht die Fahrt durch das romantische Müglitztal. Sie kommen mit dem Pkw, mit dem Autobus oder seit 1890 mit dem Zug. Unser Ort ist von zahlreichen Höhen umgeben. Sie künden noch heute alte Bingen, Schürflöcher und Halden vom Bärensteiner Bergbau. Zu Fuß unterwegs kommen wir über die Kesselshöhe (Steinbruch) in den Ort. Im Nordwesten breitet sich die Hegelshöhe als ehemals wichtigste Bergbaustätte aus, jenseits der Müglitz im Nordosten, die Dittersdorfer Höhe, im Osten die Börnchner Höhe und der Wildberg 582 Meter. Von dort erblickt man das Bielatal, den Geisingberg und die langgezogene Kammlinie des Erzgebirges und Sehenswürdigkeiten, wie das Schloß Bärenstein.

Sehenswürdigkeiten:
Mit der Ansiedlung im 12 Jahrhundert und im Laufe der Geschichte entstanden beachtliche Bauwerke, die wir zu Recht als Sehenswürdigkeiten betrachten. Hier ist zuerst das Schloß zu nennen. Erbaut auf dem Burgberg hoch über der Müglitz. Der Besitzer bietet leider keine Öffnung an. Auf dem Marktplatz sehen wir das alte Rathaus mit Brauerei, das neue Rathaus mit Heimatstube, die Postmeilensäule, den Marktbrunnen und das Modell eines Pochwerkes (ab 2019). Ein Tante "Emma Laden" von der Fam. Borschütz versorgt sie werktags mit Speis und Trank. Die einzige Wasserstelle für die Dampfloks im Müglitztal finden sie am Bahnhof.

Kirche der Stadt Bärenstein:
Das Jahr 1495 gilt als Gründungsjahr der Bärensteiner Kirche, doch sie ist älter. Es muss schon eine Vorgängerin gegeben haben, denn bereits 1294 wird ein Priester Hermann de Bärnstein erwähnt. In den Jahren 1622, 1630, 1669 und 1738 wurde die Stadt von heftigen Bränden heimgesucht so auch die Kirche. Nach nur zwei Jahren Bauzeit konnte die Kirche 1740 wieder genutzt werden. Große Unterstützung erhielt die Gemeinde vom damaligen Schloßherrn Gottlieb Christian von Holzendorf. Vom ursprünglichen Bau sind die Umfassungsmauern und die spätgotischen Gewölbebögen des Chores erhalten geblieben. Die an der Außenwand in großer Höhe angebrachten Wappen mit den Jahreszahlen 1519 und 1545 deuten auf Umbauten oder eine Vergrößerung der Kirche hin. Die Gemeinde war mit der zwischen 1501 und 1506 gegründeten Stadt größer geworden. Das mächtige Schiff ist mit einer Holzdecke versehen. Die umlaufende Empore reicht beidseitig bis an den Triumpfbogen zum Chor. Darüber ist im Westteil die Orgelempore angeordnet. An der Nordseite des Chores ist der mit einem Obelisk-artigen Abschluß versehene Turm angesetzt. In dessen Erdgeschoß die Sakristei mit eingemauerten Resten eines wertvollen Epitaphs aus der Freiberger Lorenzwerkstatt um 1580. Der barocke Altar, Kanzel, Taufstein und Orgelprospekt stammen aus der Zeit der Erneuerung von 1740. Das Orgelprospekt stammt auch aus dieser Zeit. Das Innenleben ist von Orgelbaumeister Kohl aus Bautzen. Ein prachtvoller Leuchter aus handgeschliffenem böhmischen Kristallglas ist in der Kirchenmitte zu sehen. Im Chorpolygon (hinter dem Altar) befinden sich drei Bildnisgrabsteine der Ritter von Bärnstein und eine Renomierfigur des Hans Heinrich von Schönberg (Schloßherr). Ebenso ist eine Gedenktafel für den Wiederaufbau der Kirche von Holzendorf zu sehen. Das Geläut hat eine wechselvolle Geschichte und besteht aus drei Bronzeglocken, eine davon Original von 1740. Im Heft "800 Jahre Dorf und Herrschaft Bärenstein" erhältlich im Rathaus erfahren sie mehr über die Geschichte des Ortes.

Kirchgemeinde Bärenstein:
Die Zahl der Kirchgemeindeglieder hat sich von ca. 600 in den 70er Jahren auf 200 reduziert. Das hat zur Folge, dass nicht jede Gemeinde einen Pfarrer im Ort hat, so auch Bärenstein ab 01.08.1993. Alle Gemeinden der Landeskirche Sachsen durchleben zahlreiche Reformen. So gehören wir ab dem 01.01.2005 zu einem Verbund von 5 Gemeinden Glashütte, Dittersdorf, Johnsbach, Reinhardtsgrimma und Bärenstein, genannt Ev.-Luth. Kirchspiel Glashütte. Dazu gehören zwei Pfarrstellen. Der größte Umbruch steht uns jedoch bevor. Bis 01. Juli 2019 müssen genehmigungsfähige größere Strukturen gebildet werden. Wir sind aufgefordert, daran mitzuwirken und uns einzubringen. Das Ehrenamt rückt in den Fokus, ehrenamtliche Mitglieder werden qualifiziert und geschult.
Gottesdienste und Veranstaltungen entnehmen sie bitte den Amtsblättern der Städte Altenberg und Glashütte und der Tagespresse. In den Sommermonaten ist die Kirche von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr für Besucher geöffnet, nicht im Winter und bei schlechtem Wetter. Führungen finden spontan statt oder nach Anmeldung bei Fam. Kaden 035054/28375.

Baugeschehen der Kirche Bärenstein:
Im Jahr 2019 wollen wir mit der Außenrenovierung der Kirchenfasade beginnen. Informationen dazu geben wir zeitnah bekannt.


Die Kirche zu Johnsbach

Der erste Kirchenbau in Johnsbach ist wahrscheinlich im 13. Jahrhundert entstanden. Eine Mauer zog sich um den die Kirche umgebenden Kirchhof. Um 1750 ist die Kirche nach dem Vorbild der von Johann Christian Simon erbauten Pretzschendorfer Kirche in achteckiger Form neu erbaut worden. Nach einem Brand am 14. Mai 1972 wurde 1975 mit dem Wiederaufbau der Kirche begonnen. Sie wurde 1985 als Gemeindezentrum für den Kirchenbezirk Dippoldiswalde wiedereingeweiht.